Jun 022020
 

Im Amt Plessa im Landkreis Elbe-Elster brennt seit Tagen ein großes Wald- und Moorgebiet im Lobenmoor zwischen Gorden-Staupitz, Hohenleipisch und Plessa. Zur Unterstützung der örtlichen Freiwilligen Feuerwehren wurden neben anderen Hilfsorganisationen und dem THW auch die Brandschutzeinheiten (BSE) anderer Landkreise, wie der Uckermark, dem Barnim und Teltow-Fläming eingesetzt. Die BSE Märkisch-Oderland wurde vom Innenministerium Brandenburg für Pfingstmontag, den 01.06.20 angefordert.

Frühmorgens um 06.00 Uhr fuhr die gesamte BSE des Landkreises MOL mit den 3 Zügen und der SEG Führungsunterstützung mit dem ELW Müncheberg unter Führung des stellvertretenden Kreisbrandmeisters David Seeger vom Sammelpunkt Industriegelände Vogelsdorf in Kolonne nach Plessa. Die eingesetzten Feuerwehren stammten aus der Gemeinde Neuenhagen bei Berlin, Gemeinde Letschin, Stadt Seelow, Stadt Altlandsberg, Stadt Strausberg, Stadt Müncheberg, Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin, Amt Märkische Schweiz, Gemeinde Petershagen-Eggersdorf, Stadt Bad Freienwalde, Amt Seelow-Land und Amt Neuhardenberg

Die BSE MOL löste die Einsatzkräfte der Brandschutzeinheit (BSE) Prignitz ab. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit für die nächsten 24 Stunden war eine weitere Ausbreitung des Moorbrandes zu verhindern. Hierfür wurden in den letzten Tagen die Wasserversorgung über lange Schlauchstrecken aufgebaut, um das Löschwasser von den Entnahmestellen zu den Brandstellen zu bekommen. Das Augenmerk der Feuerwehren lag darin, die errichteten Riegel gegen das Feuer zu sichern und zu halten. Gleichzeitig wurden einzelne aufflammende Glutnester sofort abgelöscht. Im späteren Tagesverlauf wurde damit begonnen die Löschwasserversorgung zu optimieren, da die Brandherde sich nicht mehr so dynamisch wie in den Tagen zuvor bewegten. Es brennt weiterhin auf einer Fläche von 100 Hektar, aber unterirdisch. Da es auch unter dem Boden lodert, flammt es immer wieder an verschiedenen Stellen auf. Eine gute Nachricht ist, dass das Feuer eingegrenzt ist und dies auch, so gut es geht, von den Kräften versucht wird zu halten. Dafür werden die Flächen mit massiv Wasser geflutet. Hierfür werden unter anderem die Dachmonitore der Tanklöschfahrzeuge sowie ein Hubschrauber der Bundespolizei eingesetzt.

In der Nacht wurde die Aktivitäten etwas heruntergefahren, so das sicht einige Einsatzkräfte zur Ruhe begeben konnten.

Die Rückfahrt erfolgte nach Ablösung durch die BSE aus Oberspreewald-Lausitz am Dienstag Vormittag. Herzlichen Dank an alle Einsatzkräfte für ihren Einsatz !

Diesen Dank sprach auch der Landrat Gernot Schmidt am Dienstag den Einsatzkräften aus.