Aug 182020
 

(aus der Pressemitteilung 73/2020 des Landkreises MOL)

Am Samstag (15.08.2020) führte der Landkreis Märkisch-Oderland eine Arbeitsberatung mit den Leitern der Freiwilligen Feuerwehren und ausgewählten Führungskräften der Feuerwehren durch, die zukünftig im Rahmen größerer Einsatzlagen die technische Einsatzleitung des Landkreises bilden sollen.

Die Beratung begann mit der Dienstberatung des Kreisbrandmeisters die genutzt wurde, um die aktuelle Situation in den Feuerwehren zu besprechen. Als eines der Hauptthemen hierbei stand die Durchführung des Feuerwehrdienstes unter den derzeitigen Corona-Bedingungen und den damit verbundenen Auflagen. So heißt es derzeit, die entsprechenden Vorschriften und Empfehlungen der gesetzlichen Unfallversicherung zu beachten und Hygienepläne aufzustellen und einzuhalten. Im Ergebnis konnte zusammengefasst werden, dass diese Pläne bei den Feuerwehren vorliegen. Außerdem wurde die erst kürzlich in den Medien diskutierte Verfahrensweise zum Umgang mit brennenden Fahrzeugen, welche über einen Elektro-Antrieb verfügen, besprochen und ausgewertet. Die Feuerwehren im Landkreis sehen sich hier gut aufgestellt und ausreichend informiert. Seitens des Fachdienstes Zivil-, Brand- und Katastrophenschutz (ZBK) des Landkreises wurde über den Stand der Ausbildungen, die bisher nur eingeschränkt stattfinden konnten informiert und aktuelle Entwicklungen in der Förderpolitik des Landes zu Fahrzeugbeschaffungen und der Infrastruktur besprochen.

Im Anschluss an die Dienstberatung stellte der Fachdienst ZBK das neue Einsatzdokument zur Technischen Einsatzleitung vor und informierte, welche Aufgaben auf die Führungskräfte in selbiger zukommen. Die Technische Einsatzleitung (TEL) wird bei größeren Einsätzen alarmiert. Die TEL leitet und koordiniert das Einsatzgeschehen bei einem größeren Einsatz oder bei einer komplexen Gefahrenlage wie bei Unwetter-Einsätzen.

Sie besteht aus verschiedenen Führungskräften der Feuerwehren aus dem Landkreis und wurde wie auch die Stationierung der landkreiseigenen Einsatzleitwagen in drei Bereiche aufgeteilt. So gibt es zukünftig die Bereiche Nord, Ost und West. Die TEL kann ihren Sitz in dem neuen Einsatzleitwagen 2 haben oder ein festes Gebäude nutzen. Der Einsatzleitwagen 2 wurde im Rahmen der Veranstaltung durch die SEG-Führungsunterstützung den Führungskräften offiziell vorgestellt und erläutert, welche Einsatzmöglichkeiten bestehen. Hierbei konnten sich die Teilnehmer auch ein Bild von den Einsatzmöglichkeiten der Drohne des Landkreises machen, die in der Feuerwehr Vogelsdorf stationiert ist. Die Veranstaltung wurde auch genutzt, um den kürzlich beschafften Löschwasserfaltbehälter vorzustellen, der ein Volumen von 35 m³ Löschwasser aufnehmen kann und so auch eine Löschwasserbetankung von Außenlastbehältern mit dem Hubschrauber möglich macht.

Vereinbart wurde noch in diesem Jahr mit den ersten weiterführenden Schulungen der Technischen Einsatzleitungen zu beginnen.

Der Landkreis sieht sich so auch für die Zukunft gut aufgestellt, um auch die immer komplexer werdenden Einsatzlagen zu bewältigen und auch bei länger andauernden Einsatzszenarien wie Waldbränden oder Hochwasser auf gut ausgebildete und funktionierende Führungsstrukturen zurückgreifen zu können.