Aug 302018
 

Das Feuerwehrgebäude der Ortsfeuerwehr Petershagen  wird um einen Bereich für die Jugendfeuerwehr erweitert. Innenminister Karl-Heinz Schröter hat am 20.08.2018 in Petershagen an Bürgermeister und Gemeindewehrführer Marco Rutter in Anwesenheit von Gemeindeverwaltungsmitarbeitern, Gemeindevertretern  Mitgliedern der FF und dem FA-Leiter Öffentlichkeitsarbeit des KFV einen Zuwendungsbescheid aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm übergeben. Der Ausbau wird mit fast 50.000 Euro unterstützt, die Gesamtkosten betragen 99.300 Euro. Dafür erhält die Jugendfeuerwehr einen neuen Umkleidebereich mit Garderobenschränken.
Schröter sagte: „Ohne die tausenden ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute würde der Brandschutz in Brandenburg nicht funktionieren. Die besonders vielen Einsätze in diesem heißen Sommer stellen das wieder eindrucksvoll unter Beweis. Umso wichtiger ist deshalb eine gute Nachwuchsarbeit, die möglichst früh bei den Kindern und Jugendlichen beginnen muss. So schaffen wir die Voraussetzungen, damit das System der Freiwilligen Feuerwehren auch in Zukunft erfolgreich bestehen kann. Denn die Nachwuchskräfte von heute sind im besten Fall die Feuerwehrleute von morgen. Das Kommunale Infrastrukturprogramm ist bestens angelegtes Geld. Es kommt zuerst den Feuerwehren zu Gute, aber letztlich auch dem gesamten Gemeinschaftsleben. Denn wir alle wissen: Feuerwehr vor Ort ist sehr viel mehr als nur Brandschutz allein!“
Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Petershagen/Eggersdorf mit insgesamt zwei örtlichen Feuerwehreinheiten ist eine Zubringerfeuerwehr zur Stützpunktfeuerwehr Strausberg. Die Einsatzabteilung zählt 76 aktive Mitglieder. In der Jugendfeuerwehr sind 43 Jugendliche aktiv.
Im laufenden Jahr waren bereits 75 Einsätze zu verzeichnen, darunter auch ein Einsatz im Rahmen der Brandschutzeinheit des Landkreises beim besonders gefährlichen Waldbrand bei Fichtenwalde (Landkreis Potsdam-Mittelmark). Die örtliche Feuerwehreinheit Petershagen wurde im Jahr 1907 gegründet, die Ortsfeuerwehreinheit Eggersdorf 1913.
Bisher müssen sich die 33 Mädchen und Jungen im Alter zwischen acht und 16 Jahren in der unbeheizten Garage neben und hinter den Feuerwehrautos umziehen, erzählte Jugendwart Bernd Brauner. „Im Grund bauen wird einen rund 20 Quadratmeter großen Raum, der beheizt ist und in dem die Garderobenschränke für den Nachwuchs stehen“, sagte Ilona Körner aus dem Bauamt. Sie bekam für ihren Einsatz, die Bauunterlagen mussten sehr rasch eingereicht werden, ein Dankeschön von ihrem Bürgermeister. Noch in diesem Jahr hofft die Gemeinde auf die Baugenehmigung, bis Ende des Jahres soll auch der Heizungsanschluss für den Neubau vorbereitet werden. Gebaut wird dann kommendes Jahr.
Vom Innenminister kam Anerkennung und Lob für die Arbeit der vielen Freiwilligen. In Petershagen gibt es 30 Aktive – „und wir brauchen davon noch viele mehr“, so Ortswehrführer Tom Kuska. Schröter erinnerte daran, dass es für viele Bürger ganz selbstverständlich geworden sei, die 112 anzurufen. Egal, ob es sich um einen Brand, eine Ölspur oder die Katze auf dem Dach handele. Die, die da rasch kämen, seien Freiwillige, die einen Großteil ihrer Freizeit zum Wohle der Bürgerschaft hergeben.
Er würde gern in zehn Jahren spätestes wiederkommen und Fördermittel für das Aufstocken des Umkleideraumes für die Jugendwehr mitbringen. „Weil das dann aufgrund des hohen Andranges nötig ist“, sagte er. Er erhoffe sich durch den Neubau einen Aufschwung der Jugendarbeit.