Okt 072019
 

von Ulf Grieger (MOZ) /

Der Wettergott kann so ungerecht sein. Während es am Sonntag den goldenen Herbsttag gab, goss es am Samstag wie aus Kannen und der Wind machte es den Veranstaltern und Aktiven auf der Genschmarer Feuerwehrsport-Arena schwer. Golzows Amtsbrandmeister Andreas Zwick, er leitet auch den Fachausschuss Wettbewerbe im Kreisfeuerwehrverband Märkisch-Oderland, und das Team vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Genschmar hatten organisatorisch trotzdem alles im Griff, so dass es für die 31 angetretenen Teams gute Wettkampfbedingungen gab.

Vor allem gegen den Wind, der leicht den Löschwasserstrahl beim Löschangriff ablenken kann, wurde Vorsorge getroffen. Agrartechnik des Lohnunternehmens von Frank Voß schirmte die Zielanlage ab. Ansonsten hatten sich die Wettkämpfer mit ihren Ausrüstungen gut präpariert. Kein Team, das nicht einen eigenen Pavillon aufgebaut hätte. Hauptkampfrichter Thomas Lind von der Feuerwehr Töpchin hatte in seinem wie immer kompetenten Team mit Michael Rehefeld aus Teupitz auch einen erfahrenen Wettkämpfer dabei. Die Verletzungsgefahr wegen des nassen Rasens sei eher gering, schätzte er ein. „Natürlich werden die beiden 95 Meter langen Bahnen nach den ersten Läufen aufgeweicht sein. Doch damit haben die Wettkämpfer Erfahrungen“, erklärte Rehefeld.

Gestartet wurden die Wettkämpfe zunächst mit denen zum 10. Supercup der Männer und Frauen. Es war zugleich der Abschluss des Brandenburger Vier-Bahnen-Pokals, der in diesem Jahr in Stücken, Günthersdorf, Willmersdorf-Stöbritz, Libbenichen und Genschmar ausgetragen wurde. Bereits bei den Wettbewerben in Libbenichen standen die Genschmarer als Sieger dieses Pokales fest. Doch in der eigenen Arena zeigten sie noch mal ihr ganzes Können und holten sich auch dort den Sieg. Gesehen wurde dieser Löschangriff übrigens auch im afrikanischen Mali, wo mit Toni Bittner einer der besten Genschmarer Feuerwehrsportler derzeit im Bundeswehr-Auslandseinsatz ist. Per Live-Stream wurden die Wettkämpfe übertragen. Zusammen mit den Grüßen der gesamten Feuerwehrsportlerfamilie, wie Andreas Zwick betonte. Während beim Supercup die traditionelle DDR-Pumptechnik ihren Dienst tat, war es bei dem nun schon zum 24. Mal ausgetragenen Oderpokal die moderne Technik.

Pokale nicht verteidigt

Dabei musste die beiden Vorjahressieger, die Fireladys Zerkwitz bei den Frauen und Genschmar II. bei den Männern, anderen den Vortritt lassen. So wurden die Fireladys hinter den Frauen von Groß Muckrow Zweite und die Männer aus Genschmar wurden nach den siegreichen Klein Raddenern und den Zerkwitzern Dritte. Für die bei dem Wetter nötige Versorgung mit warmen Getränke und Essen hatte der Förderverein der Feuerwehr gesorgt. Jens und Heike Hundertmark, Ivonne Gülke und andere sorgten dafür, dass sich die Sportler aufwärmen konnten.

Ergebnisse

10. Supercup, Männer: 1. Genschmar (21,41 Sekunden), 2. Groß Muckow, 3. Günthersdorf, 5. Niederjesar, 6. Groß Neuendorf, 11. Team Zeschdorf, 12. Libbenichen, 15. Ortwig,

Schnellster Spritzer: Luca Lipski (20,20 Sekunden)

10. Supercup, Frauen: 1. Groß Muckow (29,24 Sekunden), 2. Fireladys Zerkwitz, 3. Schönfließ, 9. Libbenichen I

Schnellste Spritzerin: Jona Krüger (29,04 Sekunden)

24. Oderpokal, Männer: 1. Klein Radden (20,96 Sekunden), 2. Zerkwitz, 3. Genschmar, 7. Groß Neuendorf, 8. Libbenichen, 11. Niederjesar, 12. Team Zeschdorf, 13. Treplin, 17. Ortwig, .

24. Oderpokal, Frauen: 1. Groß Muckrow (29,24 Sekunden), 2. Fireladys Zerkwitz, 3. Schönfließ, 6. Libbenichen I, 9. Libbenichen II, 10. Treplin