Okt 092020
 

Pressemitteilung des Landkreises MOL vom 09.10.2020

Nach dem amtlich festgestellten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Märkisch-Oderland werden weitere Maßnahmen unternommen, um die Ausbreitung des Seuchengeschehens zu verhindern.
In einer groß angelegten Fallwildsuche am morgigen Samstag den 10. Oktober 2020 wird das 45 km² große Kerngebiet intensiv nach verendeten Wildschweinen abgesucht.
Unter der Leitung des Fachdienstes Zivil-, Brand- und Katastrophenschutz des Landratsamtes wird das in 5 Einsatzabschnitte eingeteilte Gebiet um den Fundort, entsprechend der jeweiligen Topographie mittels unterschiedlicher Techniken nach Fallwild abgesucht.

300 Einsatzkräfte beteiligt

Die Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises Märkisch-Oderland, Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, das THW, die Polizei, Jäger, Landwirte und Mitarbeiter der Kreisverwaltung Märkisch-Oderland sind an der Fallwildsuche beteiligt.
Die meisten Helferinnen und Helfer werden nach einem festen Raster am Boden – also auf Feldern, Wegesrändern und in Dickichten – nach verendetem Schwarzwild suchen.
Wasserseitig wird die Fallwildsuche an Schilfgürteln und den Wiesen entlang der Oder durch das THW, die DLRG Hennickendorf und die Feuerwehr Rüdersdorf mittels Booten betrieben.
Hoch moderne Suchtechnik kommt zudem durch den Einsatz von vier Drohnen unter anderem mit Wärmebildkameras zum Tragen.
Die eingeteilten Drohnenführer des Landkreises und der Polizei können Aufnahmen beispielsweise von Maisfeldern oder der Oderinsel vor Küstrin-Kietz machen und live auswerten.
Die Fallwildsuche wird um 08:00 Uhr beginnen. Im Kerngebiet kann es an diesem Tag zu vermehrten Wildwechseln (Reh, Fuchs und Hase) kommen.
Alle Verkehrsteilnehmer werden um Vorsicht gebeten – hiervon kann auch die B1 nahe des Grenzübergangs Küstrin-Kietz /Kostrzyn betroffen sein.